Beiträge von portus cycles

    Hi Lukas,
    das Teil gibt es fertig gedreht zum Auflöten für ca. 5$ bei Paragon. Ich hab ein paar auf Lager für 1 1/8". Schreib mir ne Mail, wenn du einen willst. Selber schnitzen lohnt da einfach nicht ;-)

    SiS = Schlaflos im Sattel und findet im schönen Erdbeertal in Weidenthal statt
    Hier noch ein paar Bilder von mir, die ich auf der Abschiedsrunde im Morgengrauen gemacht habe.
    On top noch ein Bild der kleinen aber feinen Horde von Pinduros in der Hoffnung, dass es noch mehr werden ;-)
    Das noch blanke ist mein Eigenes und bekommt nach Andreas' Urlaub einen dezenten Anstrich in grau...
    Im übrigen habe ich Sehnsucht nach Horst. Der ist wirklich ein Guter...

    Da kommen die Reichsbedenkenträger aus ihren Löchern! ;-)


    In erster Linie baue ich mir ein eigenes Rad, d.h. ich habe hier die Möglichkeit ein paar Dinge auszuprobieren, die ich ggf. an einem Kundenrad nicht anwenden könnte.


    Ganz beratungsresistent bin ich jedoch nicht. Da ich starke Unterschiede beim Durchmesser von Ober- und Unterrohr (42mm) mag, werde ich jetzt auf 28,6mm OR (Reynolds 725) wechseln und dieses auf ein Stück Gabelschaft mit gleichem Durchmesser und 1,6mm Wandstärke treffen lassen. Die Rohre werde ich an dieser Stelle leicht ovalisieren, damit ich ein wenig mehr Lot auftragen kann.


    Sollte die Hülse wider erwarten nachgeben kann ich immer noch etwas seitlich auflöten oder einen Verstärkungsring einsetzen. Grundsätzlich soll der Rahmen nur klarlackiert werden, so kann man kleine "Verbesserungen" auch nachträglich gut durchführen...

    Nach ein paar ruhigeren Wochen geht der Wahnsinn wieder los... Nächstes Wochenende steht Schlaflos im Sattel an und mein Hirnfurz hat gemeldet, dass das Rad bis dahin fahrbereit mit Singlespeed-Adapter auf dem Trail rollen soll. Mal sehen ob ich das schaffe, da ich grade noch ein paar andere Verpflichtungen habe, aber Ziele braucht der Mann, damit etwas voran geht.
    Das Gerät soll für mich selbst und später eine Art Allroundwaffe mit langhubiger Gabel (150-160) und unbedingt noch tourentauglich sein. Hierfür werde ich später auch noch eigene kleine Gepäckträger bauen um Schlafsack und Co mitführen zu können.
    Evtl. wird für diesen Zweck noch eine eigene Starrgabel gebaut, die einen entsprechenden Träger inkludiert, aber das ist erstmal Zukunftsmusik...


    Aktueller Stand im Anhang. Heute schicke ich erstmal die Daten für die Aufnahme zum Wasserstrahlschneider in der Hoffnung, dass er mal wieder zaubert...
    Die Ausfallenden werde ich heute im Laufe des Tages überdenken und dann wohl gegen späten Abend entsprechend meiner Wünsche nochmal ändern. Die von Paragon sind zeitlich unrealistisch und ich außerdem mal eine eigene Lösung ausprobieren will.
    Aus meiner Sicht speziell ist der Knick im Oberrohr, damit ich im Stand mehr Schrittfreiheit habe. Das Ganze realisiere ich mit einem seitlich offenen Rohr (OD 34,9 t=1,5mm), wo dann auch direkt die Sitzstreben angeschloßen werden. In puncto Festigkeit habe ich keine großen Bauchschmerzen, weil letztere nochmal mit einer relativ dicken Naht am Sitzrohr verbunden werden, wodurch relativ Kraft eingeleitet werden sollte.
    Soviel in Kürze...

    Syntace X12 Standard arbeitet im Übrigen auch mit Gewindeinserts und nicht mit Gewinde im Ausfaller. (Gewinde im Ausfaller ist dann die Variante, um sich 1 Euro Lizensgebühren pro Rahmen zu sparen)




    Gibt es zentrisch und 0.5 und 1.0m exzentrisch


    Um die Sturz des Rades ggf. einzustellen, weil man mit der Stecksachsaufnahme notfalls nichts mehr korrigieren kann. Ist aber wohl eher bei Alurahmen verzugstechnisch ein Problem. Mich würde interessieren wo es die Dinger einzeln gibt. Quelle/Link?

    Sehr schön Alex!
    Du schreckst vor nichts zurück, das gefällt mir! Ein tolles Rad, herzlichen Glückwunsch! :thumbsup:


    Um das Biegen von dickeren Rohren mache ich grade noch einen Bogen, aber das muss/will ich bald ändern ;-)
    Dein eigener Monster-Crosser ist aber auch lecker geworden und wäre fein, wenn du denn hier im Nachhinein ein wenig in Bildern aufbereiten könntest...

    Hi Tobi,
    zeig zuerst mal ein paar Bilder, weil ich bei Holz und vollgefedert sehr neugierig werde.
    Grundsätzlich sind die 2000€ sicherlich angemessen, wobei ich die Testmethoden von velotech teilweise als realitätsfern bezeichnen würde.
    Wenn ich mich grade richtig erinnere bietet Efbe Prüftechnik verschiedene EN konforme Testmöglichkeiten an, die bei 1500€ beginnen. TÜV kannst du vergessen. Die prüfen dich und deinen Geldbeutel zu Tode ;-)
    Was hast du für einen beruflichen Hintergrund und wieviel Erfahrung hast du im Bereich Rahmenbau und Holz? Würde wirklich sehr gerne mehr wissen...
    Nochmals zum Test Thema: Besonders in deinem Fall solltest du bereit sein, "teure" Tests machen zu lassen, da die potentielle Kundschaft mitunter große Vorbehalte gegenüber dem Werkstoff haben wird. Um ehrlich zu sein, habe ich die auch. Zum einen, weil es ein Naturwerkstoff ist, der dazu neigt Feuchtigkeit zu ziehen und dadurch stark an Festigkeit verlieren kann und zum anderen, weil gewisse Punkte oder Schnittszellen am Rahmen optisch sehr unschön gelöst werden (müssen).
    Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen ;-)

    Nachdem der Rahmen in der Rekord-Zeit von zwei Tagen! in Fellbach bei Stuttgart von Götz-Pulverbeschichtungen beschichtet wurde, hat der Kunde diesen direkt eingesammelt, damit das Rad fertig aufgebaut bei unserer offiziellen Werkstatt-Einweihung am Freitag erstrahlen konnte.
    Da die Logos aus Zeitgründen nur teilweise freigelegt wurden, durften wir mit Geduld und Spucke nochmal ran. Dafür war es ein schönes Erlebnis, dass André selbst noch ein wenig zum Finish beitragen konnte und die erhabenen Stellen am Ausfallende von Paragon Machineworks selbst freilegte.
    Im Bezug auf die Details sind das freigelegte "p" im Hinterbau, das mit eingebautem Hinterrad kaum zu sehen ist, aber eben doch vorhanden ist sowie unser Logo in Edelstahl auf dem Steuerrohr mein persönlich liebstes Detail, das in diesem Fall auch eine Premiere war und jetzt natürlich öfter bei einem solchen Steuerrohr zum Einsatz kommen wird.
    Nachdem wir dann auch die Schaltansteuerung im wahrsten Sinne des Wortes des Getriebes "begriffen" hatten war die erste kurze Fahrt auf der Straße ein schönes Erlebnis, wenn der Kunde sich erstmalig auf das Rad setzt und einfach losfährt, wo doch noch vor ein paar Wochen ein paar Rohre und Bleche auf der Werkbank lagen.
    Ganz große Gefühle kamen für mich dann am Samstag auf, als wir eine erste kurze Jungfernfahrt auf meinen Lieblings-Trails rund um Pforzheim unternommen haben.
    Den stolzen neuen Eigentümer beim Fahren beobachten zu können sowie hin und wieder sehr positive Kommentare zu bekommen, ist einfach ein tolles Gefühl, weil man so eine direkte Rückmeldung eher selten bekommen wird.
    Alles in allem hat mich dieses Rad sehr in Anspruch genommen und teilweise stark herausgefordert. Gerade stelle ich fest, dass das Rad fast genau auf den Tag innnerhalb eines Monats entstanden ist, "nebenbei" noch eine neue Rahmenlehre entstanden ist, einige andere Dinge in unseren sozialen Fahrradwerkstatt erledigt habe und dann noch eine Woche im Urlaub war. Ich glaube da kann man ein wenig stolz auf sich sein und ich stelle mal wieder fest: Man wächst mit seinen Aufgaben und das nächste Pinion-Rad geht mit Sicherheit ein wenig leichter von der Hand.
    Demnächst wird es an dieser Stelle noch ein paar Bilder-Updates geben, da der gezeigte Aufbau noch nicht der endgültige ist.
    Ich bin jetzt jedenfalls stark vom Thema Pinion Schaltung angefixt und werde mir auf kurz oder lang selbst ein ähnliches Rad auf die Räder stellen.
    In jedem Fall recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!

    Ich bin nachträglich völlig beim "Preiss", da das Stückeln der Sitzstreben auch technisch bez. Festigkeit nicht die beste Wahl ist. Da ich erst zuhause festgestellt habe, dass beim "Freihand" Heften der Streben wohl etwas verrutscht ist, war klar, dass ich da nochmal ran muss.
    Nachdem sowieso ein Termin beim Rohrhersteller Dedacciai im Rahmen unseres Urlaubs am Gardasee anstand und diese seit kurzer Zeit eine speziell gebogene Sitzstrebe anbieten, war die Entscheidung die Sitzstreben wieder sehr vorsichtig zu entfernen, relativ leicht.
    Über den Besuch bei Deda werde ich nochmals im einem gesonderten Bericht evtl. hier oder in Form eines Beitrags bei stahlrahmen-bikes.de berichten.
    Auf jeden Fall ging es nach dem Urlaub umgehend wieder mit den neuen Streben ans Eingemachte und and die richtige Stelle. Leider hab ich es versäumt von der Operation Bilder zu machen und lasse im Folgenden einfach ein paar Bilder sprechen.

    Moin!
    Nachdem der lange geplante Urlaub trotzdem so plötzlich kam und das Internet in Italien äußerst dürftig war, gibts erst jetzt ein Update.
    Grundsätzlich hat das händische Anpassen der Kettenstreben viel besser funktioniert als gedacht. Einmal grob den Winkel mit der Säge, dann den Rest mit der großen Flachfeile und dann waren die Dinger passend sowie schnell geheftet.
    Da der Rahmen hinten auch eine 180mm Scheibe verpacken soll und die CAD Bauraumprüfung eine sichere Kollision zwischen Bremssattel und Sitzstrebe versprach, musste also noch eine 20° Biegung in die Streben. Nachdem das erste Mal "Freiformbiegen" bei Markus' Reiserad super funktioniert hat war ich guter Dinge und wurde enttäuscht :P
    Trotz kleinerem Durchmesser und kleiner Holzform gab das Rohr bei 10° schon nach...
    Nach kurzem Kriegsrat mit mir selbst, habe ich dann entschieden die Strebe zu teilen und jedem Stück eine 80° Gehrungen zu verpassen um diese dann wieder zu schweißtechnisch verheiraten und anschließend zu verschleifen. Das Verschleifen von Hand war kein Spaß, aber mit einer Maschine nimmt man schnell zu viel Material ab.
    Die Gehrungen zwischen Sitzstreben und Sattelrohr haben mich dann auch ordentlich Nerven gekostet, weil das maschinell mit Florians Vorrichtung und meiner Biegung sowie Bauabfolge (Kettenstreben bereits geheftet) nicht möglich war.
    Da ich bisher keinen "Support" zum Fixieren der Sitzstreben habe, musste der ehemalige Kollege beim Heften als Halter herhalten. Eher unentspannt waren diese dann auch an Ort und Stelle, weil die Lehre aktuell noch nicht drehbar ist.
    Nach dem Heften habe ich dann alles zz (ziemlich zügig) verbraten und möglichst schnell wieder die Heimreise antreten zu können.
    Am nächsten erfolgte nach einer deliriösen Heimfahrt die erste Probemontage. Hoch erfreut war ich über die Tatsache, dass sich die Schrauben der Pinion Aufnahme nach dem Schweißen ohne Probleme wieder vom Dummy trennen ließen und kein erneuter Verzug feststellbar war.
    Heut werde ich mich wohl an die Logos machen, damit das Gerät spätestens Ende der Woche zum Beschichter kann.

    Ulrich: der Heizstab wurde korrekt identifiziert ;-)


    Nachdem der gestrige Tag sehr durchwachsen war und die Gehrungen am Hauptrahmen gerade so fertig wurden, bin ich mit ungutem Gefühl ins Bett gegangen.
    Ich hatte nämlich mit meinem ehemaligen Chef Florian Wiesmann einen Termin ausgemacht und wollte/sollte den ganzen Rahmen vorbereitet mitbringen.
    Hintergrund ist, dass ich aktuell noch kein Schweißgerät mit Fusspedal habe. Um die Anforderung "Bikepark" ohne Bauchschmerzen erfüllen zu können war mir die Verwendung eines selbigen aber lieber, als mein derzeit nutzbares Gerät. Ich habe zwar vor ein paar Wochen ein Lastenrad damit gebaut, aber bei dünnen Rohren würde ich fast für ein Pedal töten.
    Ich bin dann deshalb losgezogen und 200km gen Süden gefahren.
    Vor Ort dann direkt meine neue Lehre aufgebaut und erstmal die Pinion Aufnahme duchgeschweißt.
    Danach gäbs dann erstmal Schnappatmung, als ich die Seitenteile zur Aufnahme der Getriebebrücke in die Rahmenlehre montieren wollte. Eine Bohrung war aufgrund meiner Stegkonstruktion und dementsprechenden Verzug etwas versetzt. Nach ein paar Biegeversuchen hab ich das Projekt schon den Bach runterfließen sehen...
    Auf wundersame Weise hat dann jemand mit einem Hammer und zwei gezielten Schlägen das Ganze wieder ins Lot gebracht.
    Danach hab ich den Turbo eingelegt, den Rahmen geheftet und direkt den Hauptrahmen geschweißt. Das Ganze sieht auf jeden Fall schon mal sehr lecker aus!
    Heute gehts an den Hinterbau..

    @Ulrich. Das "offene Fenster" hab ich natürlich heute mit Schweißzusatz geschlossen. Ging hervorragend. Die Idee ist aber nicht von mir, sondern von meinem ehemaligen Chef Flori Wiesmann.
    Grundsätzlich hab ich heut viel Kleinvieh gemacht und am Ende des Tages gefühlt wenig getan.
    Nunja. Immerhin ist die Aufnahme zu 70% fertig, sodass ich morgen relativ bald an den Hauptrahmen gehen kann.
    Das Einrichten mit Distanzstücken war sehr zeitraubend, aber ist nun mal nötig, damit das Getriebe später auch da ist, wo es sein soll.
    Hab dann zwei Gewindestücke mit den Seitenteilen und Silber verlötet, damit das Ganze mal eine Grundstabilität hat.
    Dann ab ins provisorische Bad damit, damit ich umgehend wieder daran arbeiten kann.
    Das Heften war dann doch recht tricky mit dem billigen Schweißgerät ohne Fusspedal.
    Ich denke das Resultat kann sich sehen lassen und ich freu mich schon jetzt, wenn das Ding mit dem Rahmen verheiratet wird...

    Hab vor zwei Jahren mal damit experimentiert, aber das war gar nichts, weil ich defacto auch nicht schweißen konnte.
    Bei dir sieht das schon ganz gut aus. Aus dem Bauch raus, würde ich aber sagen, dass das noch "zu kalt" war, weil sich keine Kehle gebildet hat.
    Flussmittel würde wohl nicht schaden, damit das Ganze auch innen läuft. Die Frage ist welches dafür geeignet ist, da das Ganze ja kein klassischer Lötwerkstoff ist. Wenn ich das richtige Datenblatt erwischt habe, liegt der Schmelzpunkt bei ca 1000 Grad. Da geht dir wohl jedes Messing-Flussmittel über den Jordan...
    ABER wie immer gilt: Probieren geht über studieren ;-)
    Kann dein Schweißgerät Impuls? Vielleicht bringt das was, wenn du grundsätzlich einen höheren Strom nimmst, aber zwischendurch wieder Abkühlphasen...
    Wenn ich mal Luft hab, werd ich das auch mal wieder probieren. Wo liegt nochmal die Festigkeit von CuSi?

    Heute ist nicht viel passiert, auch wenn ich gefühlt den ganzen Tag in der Werkstatt war, aber die Aufnahme ist jetzt immerhin zusammengesteckt. Die Lehre fast einsatzbereit. Beim Biegen der Seitenbäche hab ich mir fast in die Hosen gemacht. Wie fast immer unnötigerweise. Naja man wächst mit seinen Aufgaben ;-)

    Das Pinion Radl musste heut noch ein wenig warten, aber dafür wird es das Erste mit der neuen Lehre, dich ich heute montiert hab. Die Achsaufnahme hat etwas Zeit gekostet ist aber lecker geworden...
    Morgen noch die Winkeligkeit checken und die Massstäbe einmessen /montieren, damit es am Montag Vollgas weitergehen kann.