Beiträge von c-cycles

    Es ist sicher von Vorteil schon etwas Gefühl für den Umgang mit der Flamme zu haben. Jetzt allerdings panikartig sich irgendwas beizubringen halte ich für kontraproduktiv.
    Ich bin völlig ohne Löt-Vorkenntnisse angetreten. Der Meister nimmt Dir dann schon den Brenner aus der Hand wenn er nicht mehr zuschauen kann - ich weiss wovon ich spreche

    Eine kurze Anmerkung zum Pyttelschen Rahmenbaukurs:


    - eine Lehre im klassischen Sinn verwendet Christian Pyttel nicht - er hat aber sehr wohl eine selbstkonstruierte Richtlehre in der er auch einige Bauteile heftet. Gelötet wird - wie bei jeder Lehre - ausserhalb.
    - seine Deckel-Fräsmaschine hat er während meines Kurses intensiv genutzt
    - der Pyttelsche Kurs ist mehr ein hautnahes Erleben der jüngeren deutschen Geschichte (inkl. dem obligatorischen Studium seiner Stasi-Akte) als die reine Faktenvermittlung zum Thema Rahmenbau.


    Mein Fazit: ich würde den Kurs jederzeit wieder machen. Allerdings würde ich bei einem gemufften Rahmen beim nächsten Mal lieber mit Silber arbeiten

    Hmm, was soll man dazu sagen...


    Meine Meinung ist: Stahl ist zwar ein recht gutmütiges Material und macht die Kaltverformung auch mit - aber: einfach so nach Gefühl eine Gabel richten wird wohl schwierig werden. Das sollte also schon mit einer entsprechende Lehre / Kontrollmöglichkeit gemacht werden - ansonsten ist ein Versatz des Laufrades oder ein in eine Richtung ziehender Rahmen vorprogrammiert.
    Ausserdem ist eine Gabel für mich ein sicherheitsrelevantes Bauteil - Schäden an der Gabel und daraus resultierende Stürze gehören zum Übelsten was passieren kann. Ich für meinen Teil wäre geneigt das Geld für die Reparatur in eine "neue" Gabel zu investieren.

    Oh Mann - diese Projekt ist immer noch der Hammer... Leider geht es bei meinem Porteur nicht so zügig vorwärts.


    Danke für die Blumen - ich weiss wie ich geflucht habe als ich meinen messinggelöteten Rahmen aus dem Pyttelschen Rahmenbaukurs versäubert habe (und an jeder Muffenrundung schier wahnsinnig geworden bin... )
    Zwar tut einem jeder Klecks Silberlot weh, der daneben geht (als Schwabe doppelt ) - aber das Ergebnis ist definitiv ein ganz anderes. Verwendest Du das Silberlot mit Flussmittelumhüllung?

    Man kann es als Mode bezeichnen - dann aber auch altmodisch Mir sind die geraden Gabel bei Rennrahmen von Colnago seit Ende der 1980er bekannt. Ich habe meinen ersten Rahmen ja auch mit einer geraden Gabel gebaut. Ein alter "Kriteriumshase" hat das gesehen und kam geradezu ins Schwärmen - er hat sich an seinen alten Colnago erinnert und vom Fahr- und Lenkverhalten geschwärmt.
    Grundsätzlich mögen diese Gabeln etwas härter sein - der Flex dürfte aufgrund der "Biegung" im Gabelkopf über das gesamte Gabelbein stattfinden - und daher geringer ausfallen als bei klassisch gebogenen Gabeln (wo der Flex eher im vorderen / dünneren Teil der Gabel stattfindet).
    Übrigens: gerade beim MTB würde ich eine gerade Gabel nicht unbedingt fahren wollen. Mein Scott hatte Anfang der 1990er eine solche gerade Gabel. Das Ding war bretthart...
    Viel eher halte ich eine Konstruktion wie sie z.B. Florian Wiesmann für tout terrain entworfen hat hier für sinnvoll: eine klassisch gebogene Gabel - auf Seite der Scheibenbremse aber mit einem größer dimensionierten Gabelbein.

    Ich habe bei Chrsitian Pyttel mit Propan / Sauerstoff gearbeitet und habe mich anschliessend für Acetylen / Sauerstoff (2 Flaschen à 5l wegen Platz / Handling - wobei die Füllung für eine 10l-Flasche nur unwesentlich teurer ist!) entschieden.
    Meine Erfahrung beim Arbeiten - wie schon Kai bemerkt hat - ist folgende: beim Propan muss immer ordentlich Sauerstoff dazu damit die nötige Wärme zustande kommt, mit Acetylen lässt sich mit deutlich weniger Sauerstoff arbeiten. Letztendlich lässt sich mit Azetylen / Sauerstoff entspannter arbeiten.

    Schliesse mich dem Vorredner an:
    - grundsätzlich sollte Propan & Sauerstoff von der Wärme her ausreichen (Christian Pyttel baut seine Rahmen inzwischen nur noch mit Propan + Sauerstoff)
    - die Größe der Flaschen ist doch eher für Goldschmiedearbeiten passend
    - der Preis ist wirklich etwas grenzwertig - zumal dann evtl. Tausch- oder Kaufflaschen fällig werden


    Ich habe (mit entsprechender Geduld) folgenden Weg gewählt:
    - Brenner, Schlauch und Druckminderer gebraucht auf ebay erworben (hat mich ca. 140 EUR gekostet) - wobei der Azetylen-Druckminderer wie sich später herausgestellt hat eine exotische Größe hatte und ich dann noch einen neuen / passenden für ca. 45 EUR dazugekauft habe
    - 2 Kaufflaschen à 5l Azetylen / Sauerstoff beim örtlichen Händler - die waren richtig teuer: ca. 340 EUR


    Mit dieser Grundausstattung sollten sich auch mehrere Rahmen bauen lassen - und jede weitere Flaschenfüllung kostet einen überschaubaren Betrag. Wobei der Händler mir die kleinen 5l-Flaschen nur unter Androhung körperlicher Gewalt verkaufen wollte
    Für einen einzelnen Rahmen sicherlich zu viel des Guten - da sind aber auch die 299 sportlich...


    Alternative Beschaffungsquelle: Insolvenzversteigerungen - da gehen entsprechende Anlagen oft für ein paar Euro über den Tisch. Allerdings drauf achten, dass die Flaschen noch TÜV haben!

    Natürlich an den Händlertagen - alles andere ist ja zwecklos. Bin wohl am Do vor Ort - da ich nur 40km bis FN habe werde ich aber spontan entscheiden.