Beiträge von portuscycles

    Dem grundsätzlichen Ablauf kann ich mich anschliessen, wobei ich mich auch schon mal bei einer Kleinserie von hinten nach vorne gearbeitet habe.
    Macht aber nur bei Serienfertigung Sinn...


    Zum Thema Richten:
    Wenn du magst oder kannst, kann man nach dem Heften checken was Sache ist, aber mit dem Wissen, dass das Ding nochmal heftig arbeiten wird, besonders am Anfang, wenn man eher unsymmetrisch Hitze einbringt.
    Sollte man eine Lehre haben, der man trauen kann, wie in meinem Fall eine Anvil, kann man diese zum Checken nutzen und dann ausserhalb an einem Schraubstock oder ähnlicher Aufspannung "einwirken".
    Jedoch sollte man beachten, dass je nach Legierung und Rohrdurchmesser mehr oder weniger gerichtet werden kann.
    Bei einem MTB mit dicken Rohren und Reynolds 853 kann man auf jegliche Gewalteinwirkung verzichten, weil man plastische Verformung fast nicht mehr erzeugen kann.
    Da hilft dann nur noch Flammrichten und das ist sehr tricky und lernt man am besten von nem alten Hasen...


    Zur Abfolge beim Richten:


    1. Tretlageraussenfläche planen
    2. Sitzrohr überprüfen, z.B. mit langem steifen Lineal rechts/links an Tretlagerhülse anlegen und Abstände messen. Dann ggf. richten/biegen und Abstände angleichen.
    Weitere Punkte ergänze ich demnächst...

    Ich arbeite wenig bis gar nicht mit Muffen, hab aber schon Vieles gesehen und gemacht in den vergangenen fünf Jahren.
    Ich würde eher ein bis zwei Zentimeter minimum stehen lassen, weil du dann die Hitze viel besser kontrollieren kannst, als wenn du unmittelbar an der Kante arbeitest und ggf. das Flussmitel killst.
    Nach dem Löten knapp absägen und plan fräsen...