Beiträge von scu00

    Moin,


    Ich würde den Rahmen nicht in einem in der Lehre durchheften und schon gar nicht durchlöten, da der Verzug duch den Wärmeeintrag ggf. je nach Art der Lehre komische Abweichungen von den gewollten Winkeln nach sich ziehen könnte. Auch aus diesen Gründen hefte ich nur in der Lehre und löte außerhalb durch. Grundsätzlich mache Ich es in dieser Reihenfolge ("Tim Paterek-Schule"):
    a) Sitzrohr ins/ans Tretlagergehäuse. Den rechten Winkel zwischen (gedachter) Tretlagerachse und Sitzrohr prüfe/richte nach dem Heften.
    b) Unterrohr ans Steuerrohr. Danach den Winkel der beiden zueinander prüfen und ggf. richten (ist der wichtigste am ganzen Rahmen)
    c) Oberrohr ans Steuerrohr. Danach Flucht von UR und OR zur Längsachse des Rahmens prüfen und ggf. richten
    d) Sitzrohr inkl. Tretlagergehäuse mit UR/SR/OR zum vorderen Rahmendreick verheiraten
    e) hintere Ausfallenden im richtigen Winkel in/an die Kettenstreben. Ggf. richten
    f) Kettenstreben im Tretlagergehäuse anpassen und einlöten. Hinterrad einbauen und den Hinterbau, der durch die noch fehlenden Sitzstreben recht weich ist, richten
    g) Sitzstreben ein-/anpassen und verlöten
    Der Rahmen sollte jetzt eigentlich keine großen Abweichungen mehr haben.
    Es mag auch andere funktionierende Vorgehensweise geben, aber diese funktioniert für mich sehr gut.


    Um einen kompletten Rahmen wirklich prüfen und richten zu können, braucht es IMHO einen komplett ebenen Tisch in der Größe des Rahmen sowie eine stabile Aufspannmöglichkeit am Tretlager oder Steuerrohr. So ein Teil dürfte für den Hobby aber eher unerschwinglich sein.


    Gruß
    Olaf

    Wow! Nach 5 Std. ohne Antwort schon aufgegeben...


    Zur Sache: ich würde mir überlegen, ob das Vorhaben wirklich sinnvoll ist. Nicht wegen des Aufwandes oder der Zeit (diesbezüglich sind wir alle etwas schräg...) sondern vielmehr wegen der Sicherheit.
    Es wird sicherlich einen Grund geben, dass die Gabel verbogen ist. Frontal-Unfall? Wer weiß, was dabei der Gabelkopf mitbekommen hat.
    Zudem sagte der vielseits geschäzte Ulrich Vogel in einem Paralleluniversum sinngemäß: " Fahrradgabeln werden im Gegensatz zu Sauerkraut NICHT besser, je öfter man sie aufwärmt."
    Wenn die Gabel nebst Fahrrad aber ohnehin nur für die Ausstellungs-Wand gedacht ist: go for it. Gabelscheiden wie beschrieben auslöten, neue rein, fertig. Dürfte, da vermutlich mit Silber gelötet, auch komplett ohne Glut über die Bühne gehen können.

    Ah!
    Bin mal gespannt, ob das mit dem Sattelstützchen auf Dauer funktioniert. Hätte die (vielleicht total unbegründete) Sorge, ob die Konus- oder auch Keilklemmung alleine den Belastungen aus dem Sattel gewachsen ist.
    Ich hatte meinem bisher angedachten Sattelstützchen einen Kragen vorgesehen, der sich stirnseitig auf dem Sitzrohr abstüzt. Die Höheneinstellung erfolgt dann mit Spacern in Rahmenfarbe.
    Hab das leider alles bisher nur im Kopf. Zu viele Projekte, zu wenig Zeit...

    Das können wir ändern!


    Lese hier schon eine Weile mit, nehme das jetzt aber mal zum Anlass, mich anzumelden.
    Ich heiße Olaf, bin 43 und komme aus Hamburg. Ich habe vorletztes Jahr beim Hertel in Frankfurt einen Rahmenbaukurs gemacht und natürlich Feuer gefangen.
    Zwischendurch gabs noch ein paar andere Projekte, aber jetzt bin ich mit Hochdruck dran, meine Werkstatt einzurichten (u.a. Rahmenlehre bauen). Das erste Projekt um wieder rein zu kommen wird ein simpler Singlespeed-Commuter sein.