Beiträge von WansHurst

    Hey Martin, Danke für den Tipp mit ResetRacing. Leider wollen die einen Mindermengenzuschlag von 10€ wenn ich unter 50€ bleibe - und so viele Flaschenhalter brauche ich dann doch nicht :D Und jetzt gleich wieder "Material auf Halde" kaufen lohnt nicht da ich noch kein Plan fürs nächste Projekt habe. Aber für das nächste mal ist das eine gute Adresse.


    Preiss : kannst du mir mal eine PM mit Kontaktdaten von Patrick geben? Ich kann mich noch gut an ihn erinnern von der Berliner Fahrradschau, aber habe keinen Kontakt...


    Mein Notfallplan ist welche zu drehen. Rundmaterial sollte ich finden - nur die Zeit wird eng :S

    Was ist den der Unterschied von Kaltbrünierungsmittel und dem Zeug vom Waffen-Ingo? Ich habe jetzt erstmal vermutet, dass es das gleiche ist, nur eben zu Apothekerpreisen/-mengen wenn man zum Waffen-Ingo-Hans geht :D

    Hallo Freunde des Rahmenbaus :)


    ich suche für mein aktuelles Projekt (Magdeburg baut) noch M5 Gewindeinserts für Flaschenhalter und für Zugführungen. Insgesamt benötige ich 6 Stück. Da ich diese kurzfristig benötige wende ich mich an euch. Evtl. hat ja jemand noch etwas herumliegen. Ansonsten freue ich mich auch über Infos zu Bezugsquellen in Deutschland.


    Grüße, Georg

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    Das Bild mit dem geknickten Rohr; ist das der erste Versuch aus der Hydraulikbude?


    Ja genau. Da habe ich das die Hydraulikbude mal probieren lassen. wie man sieht, nicht erfolgreich.


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    Hattest du das Rohr da auch schon gefüllt?


    Nein, das Rohr war damals nicht gefüllt. Aber bei so dünnwandigem Rohr geht es eben nicht ohne innere Abstützung (Wusste ich eigentlich schon vorher ... :rolleyes: ). Aber insgesamt war das mit dem mit Sand füllen ganz ok wenn man nur wenig Bögen biegen muss.


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    Und welches Rohr hast du für die Sitzstreben genommen? ist das auch 16er?


    Ja genau, das ist 4130/25CrMoV4 16mm Geröhr mit 0,9mm Wandstärke (5/8*0,0035 zoll).


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    Was issn mit dem Anderen? wie siehts aus mit dem Fat?


    Julian hat sein Fatbike schon fertig. Er war sogar vor mir fertig ... nicht zuletzt wegen deiner schicken Sitzstreben :thumbsup:. Allerdings musste er auch ultra schnell sein, da er das Rad dann sofort aufgebaut hat und in die Staaten gejettet ist. Er wird selber nochmal posten sobald er nicht ganz so beschäftigt ist die Amis mit dem Fatbike platt zu rollen :P


    Jetzt habe ich aber gleich noch eine Frage an die erfahrenen Rahmenbauer hier. Ich habe vor meinen Rahmen mit Leinöl oder ähnlichem zu "brünieren" und so erstmal eine Saison damit mein Unwesen zu treiben. Ich habe mal einfaches Leinöl testhalber auf 2 Reststücken gepinselt und dann abgebrannt mit einem Butangasbrenner. Hier das Ergebnis:



    Das obere ist ganz schön geworden, da das Öl gleichmäßig abgebrannt ist, ohne dass es vorher getrocknet ist. Das ist nämlich beim unteren passiert. Da habe ich wesentlich mehr Öl verwendet, welches dann nicht gleichmäßig abgebrannt ist. Ich habe allerdings den Eindruck, dass es nicht so richtig geklappt hat. Außerdem musste ich das ganze ziemlich heiß machen, nicht optimal. Hat das jemand schonmal mit Leinöl ausprobiert? Sah es bei euch ähnlich aus?


    Alternativ habe überlegt zur chemischen Keule zu greifen. Es gibt ja solche "Kaltbrünierungs-Sets":
    http://www.ebay.de/itm/Brunier…37319?hash=item3a7d2d8107
    Ob sowas besser klappt?

    Die Biegeerfahrungen wurden dann noch ausgebaut nachdem die erstklassigen Streben von Preiss mich angespornt hatten das auch zu versuchen. Den ganzen Aufwand mit Stopfen habe ich hier gelassen, das geht auch subba bei den kleinen Rohren:


    Die Kaffeemühle im Kettenblatt (Hammerschmidt) braucht dann ja leider eine ISCG Aufnahme. Da habe ich dann ein 5mm Blech lasern lassen und eine 4mm Kreistasche mit 0,1 mm Spalt zum Tretlager reinfräsen lassen. So konnte ich es verhältnismäßig plan auflöten. Das wurde dann mit Silber vollführt. Verwendet habe ich einen einfachen Baustahl S355, da der einfach zu finden war.



    Hier die Sitzstreben vor dem löten und der verwendete "Jig". Gelötet wurde mit Achsdummy aber ansonsten ohne Lehre. Magneten sind (solange man sie nicht erwärmt) ein tolles Hilfsmittel!





    Das Ergebnis gefällt mir mit Wegwerfhenkel noch besser und wurde hier vorerst nur zusammengesteckt. Jetzt muss noch ausgerieben und plangefräst werden, sowie eine Scheibenbremsaufnahme dran:



    bald gibt es hoffentlich ein finales Update ...

    Julian und ich haben es mit der Doku ganz schön schleifen lassen ... jetzt kommt also mal ein update:


    Alles hat mit dem Entwurf unten begonnen. Der Traum des Abfahrts-orientierten Hardtail wurde über einige Zeit gesponnen und in diesem CAD Modell festgehalten und visualisiert. Sieht ein bisschen aus wie ein Dirt-Rahmen, ist aber einfach so klein weil ich so kurz bin. :D ISCG05 da eine Hammerschmidt drankommt. Ansonsten X-12 Ausfaller, 44iger Steuerrohr, 73iger Innenlager, für 26" Räder.


    Das ganze ist/wird mein erster selbst entworfener Rahmen und von mir gebaut. Die erste Herausforderung war das Unterrohr welches gebogen sein soll... In meinen Augen einfach sehr schick. Leider habe ich noch nie so ein dünnwandiges Rohr (oder irgendein anderes) gebogen. Der erste Versuch war bei einer Hydraulikbude um die Ecke. funktioniert natürlich nicht. :thumbdown: Glücklicherweise ist das Rohr mit 3 Fuß lang genug für einen zweiten Versuch. Da hier dann alles gut gehen musste, habe ich mich für die arbeitsaufwendige Art entschieden von der ich gehört habe aus steinzeitlichen Überlieferungen. Feinen Sand ins Rohr stopfen, ewig klopfen und dann etwas warm machen und ab dafür. Also wurde das 34,9er x0,9 mm Rohr an einem Ende mit Neusilber zugelötet. Dann mit sehr trockenem Quarzsand (ähnl. Vogelsand) gefüllt und lange geklopft und gestopft bis nix mehr rein ging. Dann habe ich die andere Seite zugelötet und noch eine Schraube draufgepackt damit ich noch extra verdichten kann. Als nächstes mit einem Brenner kurz vor der ersten Rotfärbung erwärmt im Bereich wo gebogen werden soll. Zuletzt wurde mit einer ganz einfachen hydraulischen Biegemaschine (mit so einem Wagenheber zum Druckaufbau) gebogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:




    Die nächste Baustelle war die Sattelstütze. Es ist ein ziemlich fettes Rohr weil es den fast passenden 31,5er Innendurchmesser hat. Um es nicht zu schwer werden zu lassen wurde es auf 0,7mm abgedreht:




    Der Hinterbau war also die erste Herausforderung. Zunächst musste für Reifenfreiheit gesorgt werden. Realisiert aus 2mm Edelstahl und Silberlot:


    Da ich einen Achsdummy aus Amulinum habe, habe ich noch eine Wärmebrücke aus Edelstahl angefertigt. Der Achsdummy wurde dann etwas abgedreht und passt nun perfekt für die Synatec :D Ausfaller:


    Das Löten der Ausfaller ging wirklich super, der Jig ist etwas improvisiert, ging aber auch gut.


    Dann wurde so langsam die eigentliche Lehre genuzt:


    Dann wurde heftig viel Messing verballert:

    Da habe ich ja im richtigen Moment die Frage gestellt =) Danke Martin für deine Erfahrungen.


    Die Ausfaller als erstes an die Kettenstreben dranzulöten klingt super! Ich hatte die bei den letzten beiden Rahmen nämlich erst nach den Kettenstreben angelötet und da war es leider eh schon alles etwas unter Spannung. Also keine gute Ausgangssituation. Ich werde dann auch Messing oder Neusilber nehmen. Ich glaube auch das 210er Messing zu haben, aber da muss ich nochmal nachsehen. Das fließt mir doch noch besser als das Neusilber. Außerdem muss man es gefühlt doch eine ganze Menge heißer löten als bei Messing. Was für Lot nimmst du denn dann für Bremse, Verstärkungsringe etc?


    Ich habe gerade meinen Achsdummy nicht zur Hand für die X12, aber er ist im Prinzp gleich zu dem hier auf dem Bild:

    Ist ein Rund abgedrehter Vierkant. Der hält die Ausfallenden gut fest. Zumindest die Seite die Konisch ist, für die andere Seite muss ich mir noch ein kleines Drehteil bauen damit auch die Seite zentriert ist.


    Lötest du die Kettenstreben dann in der Hauptlehre an die Ausfaller? Oder hast du noch eine seperate Hinterbaulehre?


    Das sieht sehr gut aus bei deinem abgebildeten Rahmen! Das exzentrische Insert ist aber eine gute Sache, da hat man dann noch ein Backup. Wobei die 1,5mm wohl nicht zu merken sein werden ...


    Ich werde meine Erfahrungen dann auch nochmal teilen wenn es soweit ist!

    Großen Dank für die ausfürlichen Tipps & Erfahrungen! Die "pfusch"-Lösung mit dem vorher ausdrehen ist damit aus dem Rennen!
    @Benny
    Der Verweis auf Miwis Projekt ist gut, das hatte ich damals übersehen. Das mit dem Ausspindeln ist definitiv eine Lösung, meine Frage wäre nur ob man das halbwegs hinbekommt, dass die Lagersitze dann auch fluchten? Also umspannen muss ja sein zwischendurch. Und nochmal planen muss man auch (hat der Miwi auch gemacht). Ich glaube dass da mein Maschinen-Skill nicht ausreicht, aber ich werde mal die alten Werkstatthasen bei mir fragen. Zugang zu einer alten Horizontalfräse habe ich jedenfalls. Einen Ausdrehkopf kann ich mir evtl. ausleihen.


    @ Martin
    Das mit den Lötskills ist eine interessante Sache, bisher habe ich Rohr zu Rohr-Verbindungen nach "an-löten" an 2 Punkten meist Freihand rundherum gelötet. Andererseits habe ich auch schon eine hälfte in der Lehre gelötet und dann den Rest Freihand. Kann man durch eine bestimme Reihenfolge den Verzug noch beeinflussen/minimieren?


    Das mit dem Aufmaß habe ich bisher auch so angenommen, deine Erfahrungen bestätigen dann das sehr gut! die 43,7 sind mit zu klein, bzw. das Übermaß ist zu groß schätze ich, als dass ich da den Steuersatz ohne Beschädigung rein, Geschweige denn jemals wieder heraus bekomme. Ich habe hier einen Cane Creek 40 rumliegen der der mit einer Taper Gabel einkommt. Also unten EC44/38 oben ZS44/28.


    Deine Erfahrungen bestätigen leider meine Ängste :S ... eine Handreibahle habe ich nicht, aber das Kopfkino nach deiner Beschreibung rät ab vom nachmachen :D . Ich habe nach ganz kurzer Recherche ein Werkzeug von Cyclus für 150€ gefunden, der Fräser alleine kostet 85 ... ich werde mal überlegen. Das mit den 2min fräsen klingt aber so wie es sein sollte, verglichen mit mehreren Stunden die das ausdrehen bedeuten würde, wenn es denn funktioniert. Danke für das Angebot dein Werkzeug zu nutzen, wo bist du denn aktiv, wenn ich fragen darf?
    Grüße, Georg

    Ich habe da ein kleines Problem. Ich habe mir ein 44mm Steuerrohr drehen lassen welches ich nun bald verbauen will (das kurze ist meins):



    Für den Steuersatz braucht man ja eine Toleranz innen von 43,90 +0,05/-0. Ich habe es jetzt auf 43,7 drehen lassen damit ich es nach dem Löten noch nachfräsen kann. Jetzt komme ich leider nur völlig umständlich an einen 44mm Steuerkopffräser heran und hier in Magdeburg gibt es keinen Radladen der sowas hat. :( Kaufen will ich mir keinen. :whistling:
    Meine Idee war es jetzt das Teil nochmal auf die Drehbank zu spannen und die finale Toleranz vor dem löten zu drehen. Ich habe leider keine Ahnung ob der Verzug beim Löten mit Messing da noch gravierenden Verzug reinbringt. Was meint ihr/was sind da eure Erfahrungen?
    Sind Steuerrohre die man kauft eigentlich mit Aufmaß oder ohne?

    Das ist ein wirklich schönes Rad was du dir da gebaut hast! Respekt!


    Ich bin auch gerade dabei mir ein MTB selber zu bauen (Bei mir wird es jedoch ein 26iger-Trail Bike) und habe da gleich mal ein paar Fragen an dich:


    Es sieht so aus, als hättest du alles gelötet, richtig? Darf ich fragen was du für Lot verwendet hast? So habe ich hier die selben Ausfallenden für die X12 Steckachse rumliegen, jedoch bin ich mir noch unsicher, mit welchem Lot ich die verlöten soll. Ich habe bisher mit Messing, Neusilber und Silber gearbeitet und jedes hat so seine Vor- und Nachteile ... :P
    Weiterhin habe ich noch etwas Bedenken was den Hinterbau angeht in Sachen Genauigkeit mit der X12 ... das muss ja ziemlich perfekt werden. Bei den 2 Hinterbauten die ich bisher in meiner Lehre gebaut habe war leider immer ein wenig Verzug da nach dem Löten - was bei normalen Ausfallenden weniger tragisch ist. Hast du das "gerichtet" bekommen/ war es überhaupt nötig? Falls du noch Tipps hast, wäre ich dir da sehr Dankbar! :thumbup:
    Deine Postmount Aufnahme ist wirklich Klasse! Das ist in meinen Augen die schönste Art den Bremssattel zu montieren. Ich wollte bisher noch ein Zukaufteil verwenden, aber jetzt möchte ich es doch so wie du machen. Was für eine Lehre hast du dazu verwendet?

    @rollinghome


    Schön dass der Träger gefällt. Den Winter hat er problemlos überstanden. Aber was soll da auch passieren bei Edelstahl und etwas Messing ...
    Ich habe 8x1mm Rohre verwendet. Sowas findet unter anderem im Hydraulikbau Anwendung und findet sich deshalb in gängigen Längen auf dem Schrott und kann zu sehr günstigen Preisen erworben werden.


    Viel Erfolg beim Bau eines Trägers. Bei Fragen immer ran.

    Es hat sich wieder einiges getan in den letzten Wochen, hier nun einige der verbleibenden Teile vor der Montage:


    Außerdem sind die Platten zur Winkeleinstellung fertig geworden:


    So schaut es dann aus wenn die ersten Teile drin sind (Steuerrohr, Tretlager ...):


    Und hier wurde nach dem ersten Einmessen & Einstellen der Lehre Kettenstreben eingelötet:


    Es steht jetzt noch aus einen kompletten Rahmen mit der Lehre zu bauen. Bisher lief aber alles so wie geplant und der Hinterbau ist sehr ordentlich geworden. Ich werde wieder was schreiben wie es läuft wenn die nächsten Rahmen gebaut werden!

    Ohh fieser Doppelpost ... Ich wollte mal ein Update zum Projekt geben.
    Es geht stetig voran. Die Arbeit ist vor Weihnachten zum erliegen gekommen, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Seit dem neuen Jahr geht es jedoch fleißig weiter. Hier ein paar Eindrücke was bisher geschehen ist:


    Zunächst fiel auf, dass eine Rahmenlehre ohne Standfuß eher suboptimal wäre. Deswegen wurde das Konzept nochmal erweitert zu diesem aktuellen Stand:


    Dann wurde natürlich das ganze Material bestellt und schon ging es los mit der Fertigung. Als erstes wurden die Bleche für den Fuß gefräst:


    Die Abstandshalter für verschiedene Tretlager (BB100,BB73,BB68), sowie die Rohrspannkoni und Spannkonus für das Tretlager habe ich mir drehen lassen. Sind wirklich sehr schön geworden:


    Nach diesen Schritten sieht es mittlerweile so aus:


    Die nächsten Updates folgen!

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    Ich sach mal: "scheissegal"


    Ok, dann nehme ich was was ich günstig bekomme. Es wird nur getackt werden in der Lehre - Jesus und ich wollen die Rahmen Muffenlos mit Messing verlöten - das dann vermutlich im Montageständer.



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    (Lehren in denen durchgeshweißt/gelötet wird, sollten anders aussehen, siehe z.B. die vom Georg Blaschke)


    Mein Namensvetter macht das sehr professionell! Die Lehre konnte ich leider nicht im Ganzen begutachten. Aber man kann doch ein paar Dinge erkennen! Schönes Ding. Erstmal wird eine einfachere Lehre reichen.


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    Hier noch eine kleine Anregung die mir sehr gefällt...


    WOW, das ist ja eine wirklich geile Lehre! Da sehen ja die Anvil Dinger schäbig aus gegen das was der Typ macht. Da sind nochmal ein paar mehr Stunden in die Konstruktion geflossen als bei mir ... Und es wurde die Mühe unternommen ein Rendering zu machen :thumbup:
    Wenn man etwas weiter im Fotostream schaut, dann wird auch deutlich, dass jemand zu viel Zeit, Alu und freie Kapazitäten an den CNC Maschinen hatte .... 8o



    gefällt mir sehr. Allerdings ist mir da zu viel CNC Bearbeitung nötig. Da sind ja richtige Nuten in die dicken Alu-Platten gefräst worden...


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    wenn du also schon recht aufwändige Teile für die Verstellung herstellst...


    Ich habe Zugang zu einer Wasserstrahl-Maschine. Solange es 2D bleibt, ist das sehr fix gemacht. deswegen die Platten mit den Langlöchern.


    Der Input hier ist wirklich toll. Danke so Jungs und weiter so. Julian und ich werden euch die Früchte hoffentlich noch vor Weihnachten hier zeigen können.


    Grüße, Georg

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    die Legierung, die Patrick vorgeschlagen hatte, -1.4305, ist nicht rostend und lässt sich fast wie Butter drehen...


    Das ist natürlich in der Herstellung und bei der Nutzung wichtig, sollte so ein Konus ansonsten gut oder schlecht wärme leiten können? Oder ist das evtl. egal ...? Ich dachte schon Messing zu nehmen. Das lässt sich auch gut verarbeiten und ist günstig.


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    Ich kann dir auch die Kreisscheiben nur empfehlen... lässt sich einfach verfahren, spannt dein Profil über einen größeren Weg und ist unten und oben am Hauptprofil gefixt... da sehe ich im übrigen bei deiner Konstruktion den Schwachpunkt... du solltest wenigstens auch beim BB noch eine Klemmschraube zum Profil anbringen.


    Da ist eine, man sieht sie nur nicht :D ... Dass Tretlager wird mit einer M8 Gewindestange zwischen dem Konus außen und innen mittels Nutenstein gespannt. Dabei wird unten alles an das Hauptprofil geklemmt. Eine Verdrehung der Baugruppe wird durch eine Schiene an der Rückseite, welche in einer der Profilbahnen läuft, verhindert.


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    Nachteil bei dickeren, 60er Profilen ist evtl. die schlechtere Zugänglichkeit von Hinten beim tacken...


    Da hast du völlig Recht. Da muss ich nochmal überlegen wie ich das besser lösen kann. Auf der schlecht zugänglichen Seite ist ja auch noch die Scheibenbremse anzubringen .... X/


    Da bin ich schon am überlegen, ob ich nicht die Baugruppen umdrehe, also den Rahmen von der anderen Seite einspannen sollte. Darüber hatte ich mit Jesus heute schon gesprochen. In dem einen Video von Geekcycles ist die Lehre andersherum aufgebaut worden. Eigentlich sinnvoll wenn man an die Scheibenbremse denkt.


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    Das vermessen am Konus Steuerrohr geht im übrigen mit einem Mittenanriss ganz einfach


    Den Schritt wollte ich mir aus Faulheit sparen :thumbsup: ... mal sehen ob meine Rechnung aufgeht.


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    Ich hab beruflich schon ziemlich viel mit Bosch-Profilen bauen dürfen, teilweise auch recht lange Sachen. 1mm/m ist bei den relativ weichen Profilen ja nicht unbedingt viel, weshalb ich da bisher auch noch nie was Entsprechendes bemerkt hab...


    Das beruhigt mich. Danke für deine Erfahrungen. 1mm pro m wäre bei dem Hauptprofil nämlich eigentlich zu viel. Der Fehler vom Grundprofil würde ja noch durch die Ausladung der 60mm Profile verstärkt werden ...


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    Viel Spass beim Bau und nicht Bildern geizen!


    Es wird gut dokumentiert und hier gezeigt werden!


    Grüße Georg

    Genau, also Jesus hat seinen Senf schon dazu gegeben. Vielen Dank nochmal :thumbup:


    Das Teil wird gebaut werden, und zwar noch vor Weihnachten, so wie es aktuell aussieht.
    Mir ist soeben noch eine Frage eingefallen: Wenn man sich die Toleranzen der Profile man anschaut, sind die ziemlich grob... so richtig kann ich das aber nicht beurteilen. Also an die Leute hier die sich eine Lehre aus Profilen gebaut haben, sind euch Verdrehungen der Profile aufgefallen? Auf einen Meter können die ja ca. 1mm Verdrehung an der Außenkante aufweisen... Das wäre für unsere Konstruktion nicht so gut.

    Ich habe vor, mir eine Lehre zu basteln um selber Rahmen bauen zu können. Da ich noch keine Erfahrung habe, wäre ich an eurem Senf interessiert. Ich habe das ganze mal in CAD umgesetzt und hier sind die Bilder:





    Grundprofil ist ein 180x90mm und die anderen sind 60x60mm (habe ich vom Schrott, deswegen so dicke ...)


    Der Fokus liegt auf möglichst einfacher Bedienbarkeit/ simples Einstellszenario. D.h. es werden die Winkel direkt eingestellt, dann ein Hilfsmaß (Entfernung Tretlager- Drehachse Steuerrohrhalter), dann Kettenstrebenlänge (horizontal) und zu guter letzt der BB Drop.


    Wo ich mir noch sehr unsicher bin, sind die Kon(ü)s(se) 8o . Unterkante Seuerrohr bis Drehpunkt Steuerrohr ist ein weiteres Hilfsmaß welches sich an einem Konus schlecht einstellen läßt. Deswegen ein Zylinder. Der Konus oben sollte das ja zentrieren (mit ein bissl wiggle). Welcher Werkstoff eignet sich denn für diese? In den oberen Beiträgen ist die Rede von Edelstahl. Warum eignet der sich hier denn?

    Aloa an alle! 8) Ich bin neu hier, und sehr begeistert von diesem tollen Forum. Die hier gezeigten Projekte haben mich sehr beeindruckt und nun möchte ich mein erstes "selbst gelötetes" Projekt vorstellen.


    Ich brauchte für eine Radtour mit meinem eigentlichen Stadtrenner einen Gepäckträger, da mein Tubus Fly nicht riesig ist, und Zelt+Schlafsack+Isomatte noch eine Bleibe suchten. Da ich keine ästhetisch wertvollen und dazu erschwinglichen Fronträger fand, hieß es also selbst ist der Mann! Auf der Suche in der heimischen Werkstatt fand ich ein paar Edelstahlrohre vom Schrott, welchen den perfekten Durchmesser hatten. Nach einem kurzen Lötversuch von Edelstahl mit Messing, stellte sich heraus, dass das ziemlich viel aushält. Also ging es los:
    Hier die Ausgangsmaterialien: Alles Edelstahl - vermutlich V2A oder V4A:


    Dann ging es an Ablängen und biegen. Glücklicherweise lässt sich Edelstahl in der Dicke super mit starken Armen in Form bringen *Beruf: Eisenbieger :thumbsup:


    Hier noch ein Bild vom Löten:



    Dann habe ich leider nicht mehr dokumentiert, sondern gebaut ... bitte entschuldigt. Hier das Ergebnis:


    Hier noch ein paar Fotos wo man etwas erkennt:


    Da die Rennradgabel ja doch ca. 1cm Federweg hat, habe ich die Aufnahme oben "biegeweich" gestaltet, damit der Komfort erhalten bleibt und der Gepäckträger nicht unnötig belastet wird.



    Der Träger hat gleich noch Ösen für das Schutzblech spendiert:



    Hier noch ein Foto zu Beginn der Tour mit Gepäck:



    Immerhin hat das Gute Stück jetzt mehr als 500 km mit Gepäck überstanden und ich bin doch sehr begeistert. Das akutelle Finish ist sehr praktisch (nur Sandgestrahlt), allerdings überlege ich es noch zum pulvern zu bringen. Was denkt ihr?


    Insgesamt bin ich natürlich auf eure Kritik und Anregungen gespannt. Wenn noch jemand Gepäckträger gebastelt hat, dann immer her damit. Ich denke schon über den nächsten nach ... :D