Beiträge von BenDixen

    hallo,
    naja, std. stahl kannst du mit messing löten, muss aber nicht.
    bei v2a ist silber dringend empfohlen.
    ist aber wenns ums spalt füllen geht etwas schwerer zu verarbeiten, sprich, das wird schnell so flüssig, dass es dir davonläuft. außerdem hast du weniger festigkeit im silberlot selber und es ist empfindlicher was schrumpfungsrisse beim abkühlen angeht.
    wie gesagt, recht stressfrei ist die von mir geschilderte variante. hier hast du quasi das beste aus beiden welten, einfach und sicher durch messing, und schick sowie unkompliziert bei beschädigung der klemmflächen durch die plättchen.
    kai

    hallo,
    die ausfaller sind ja von mir (über ceeway und totem-bikes zu bekommen).
    ich schweisse die streben hinten, die scheibenbremsaufnahme löte ich mit silber.
    du kannst die ausfaller in stahl und V2A bekommen. erstere sind auch gut mit messing zu verarbeiten.
    wenn du die klemmflächen bei lackbeschädigung vor korrosion schützen möchtest, dann löte die optional erhältlichen faceplates aus v2a auf. so hast du einerseits die sicherheit und den komfort mit messing löten zu können, und andererseits schicke und unkomplizierte klemmflächen.
    beim messinglöten brauchst du die strebe auch nicht schlitzen. einfach stumpf aufstecken und fertig. dann gibts auch keine platzprobleme mit großeren ritzeln.
    wenn du die streben schlitzt und sehr weit aufschiebst, dann wirds bei größeren ritzeln evtl eng.
    viel erfolg.
    grüße kai

    Hallo Stephan,
    was den Schwierigkeitsgrad Löten/Schweissen angeht, so sehe ich das ähnlich wie du.
    Eben, dass Löten sehr viel mehr verzeiht und auch dem Ungeübten eher Erfolgserlebnisse beschert. Löcher sind kaum zu fabrizieren und wenn das Löt mal an die falsche Stelle gelaufen ist, bekommt man es da auch wieder gut weg (mittels geschickt gesteuerter Hitze oder abrasiv).
    Ob Messing oder Neusilber ist ein bisschen Geschmackssache. Halten tut beides. Wobei ich mit Messing filletiere, weil ich sonst ja auch gleich Schweissen könnte, wenn ich eh kein fillet mache.
    Das einfacher zu erzielende Erfolgserlebnis (sprich fahrbarer Rahmen und im schlechten Fall keine tagelange frustrierende Schleiferei) dürfte dann auch mit ein Grund für das Neusilber im Kurs sein.
    Schlussendlich muss es halten, und da gibt es mehrere Wege die nach Rom führen.


    Zu deinem eigentlichen Anliegen: Als ich mit Wig Löten experimentiert habe, habe ich CuSi3 als Zusatz verwendet. Das ging nicht so schlecht, ein fillet in der Größe wie bei Messinglot und Autogenflamme habe ich aber nicht bauen können. Die Naht hatte rund 4-5mm Breite.
    Mittels Formieren lies sich das Lot sehr viel besser in den Spalt und richtig gut auf die Rückseite der Naht bewegen.
    Weil ich keinerlei Vergleiche hatte und mal eine Meinung zum Ergebnis hören wollte, habe ich das einem Verfahrenstechniker von Fronius auf der Euroblech (toller Name für eine Messe) gezeigt. Er fands sogar recht gut, aber ich bin mir ob des Ergebnisses nicht so sicher, weil ich den Eindruck hatte, hier und da sei der Grundwerkstaff auch mit aufgeschmolzen. Zumindest hatte ich den Eindruck, dass die Nahtfärbung nicht so homogen war (also eher silbrige Stellen im sonst rötlichen Zusatz), wie ich das erwartet hätte.


    Ich bin zu dem Schluss gekommen, durch Wig Löten nichts zu gewinnen, daher habe ich die Versuche eingestellt. Wenn ich (besser gesagt der Kunde) aus optischen Gründen ein ordentliches Fillet möchte, kann ich mit Messing löten.
    Und wenns primär wirtschaftlich sein soll, dann schweisse ich.
    Das Schweissgerät habe ich sowieso, und beim Ergebnis gibts keine Unsicherheiten hinsichtlich der Haltbarkeit des Rahmens. Beim Wig Löten fehlt mir da schlicht die Erfahrung und Experimente mit Kunden als Versuchskaninchen sind ja keine Option.


    Grüße
    Kai

    moin,
    1.7339 (sg crmo1) passt.
    für schwarz-weiss verbindungen nehme ich 1.4370. da kannst du wohl auch 1.4337 (er 312 nehmen).


    das meiste mache ich mit 1,2mm (hin und wieder mal 1,0 oder 0,8, 1,6 eigentlich nur wenn ich bei gesteckten ausfallern richtig viel spalt zuschweissen muss), gibts als mig-mag draht günstig von der rolle, wig draht ist in den dünnen durchmessern schwieriger zu bekommen.


    viel spass beim üben.
    grüße aus freiburg


    kai

    moin,
    nimm einfach nen endverstärkten schaft (2,0/1,6 oder so ähnlich) und löte den ring drüber. das funktioniert gut.
    mit 1,6mm durchgehenden schäften wäre ich vorsichtig. ein kollege hat wegen eines bruches eine aufwändige zahnsanierung hinter sich bringen müssen.
    schöne grüße
    kai

    danke, danke
    wie gesagt tagesformabhängig.
    für unsereins (der nicht täglich von morgens bis abends schweisst, sondern eher ein paar h die woche) ist es wohl sehr schwer das niveau des einen oder anderen titanserienschweissers aus den staaten oder so zu erreichen.
    da hilft eben nur praxis und noch mehr praxis......und selbst dann lernt man nie aus.
    grüße kai

    Ein paar Schweissereien und eine filletiererei aus der letzten Zeit.
    Das Schweissen konstant gut hinzubekommen finde ich viel schwieriger als löten. Letzteres verzeiht viel mehr und am Ende wird ja sowieso geschminkt (wobei ich schon gucke, dass es auch vorher anständig ist, ich bin ja faul mit der Feile und dem Schmirgel...)
    Beim Schweissen ist es auch mehr tagesformabhängig (zumindest bei mir).
    Grüße
    Kai

    Moin,
    ich finde Aze und Sauerstoff sehr viel angenehmer als Flüssiggas und Sauerstoff.
    Das geht einfach besser auf den Punkt.
    Beim Muffenlöten ist das nicht soooooooo wichtig, beim filletieren halte ich es für sehr sinnvoll.


    Die Flaschen bekommt man bei dem einen oder anderen Baumarkt im "Leihkauf". Beim ersten Mal zahlt man die Flasche incl Füllung, danach immer nur die Füllung, weil die leere Flasche gegengerechnet wird. Wenn man aufhört, weil man sich ein anderes Hobby gesucht hat, bekommt man den Flaschenpreis zurück (der war sozusagen Pfand).
    Dann ist das auch wirtschaftlich i.O. und nicht teuer als Flüssiggas.
    Ich löte mit 20l Flaschen, wo die Füllung 38 bzw 55öre incl Steuer kostet.
    Damit komme ich ewig hin.


    Brenner bekommt man günstig gebraucht und mehr als 2 Spitzen braucht man nicht.
    Dann ist das auch nicht so teuer.


    Ein kleiner Brenner (11-14mm Schaft) ist mehr als ausreichend, ich wollte nicht mit so einem Riesenprügel arbeiten müssen.
    Super ist der Messer Minitherm, aber der ist schwer gerbaucht zu bekommen.


    Grüße Kai

    Das mit dem Wig-Löten hab ich auch mal spasseshalber probiert. Mit CuSi3.
    Wenn man formiert landet sogar erstaunlich viel Lot auf der Innenseite der Verbindung.
    Einzig so große Radien wie beim Flammlöten hab ich nicht hinbekommen, das Ergebnis sieht ähnlich aus wie beim Schweissen, nur etwas "weichgespülter". Ich habe natürlich manuell zugeführt und nicht wie auf der Bilderserie automatisiert.
    Aber wenn ich schon Argon verbrate und ne Wig Anlage habe, kann ich ja auch gleich Schweissen.
    Das Löten mit fillets mache ich ja nur wegen der Optik.
    Daher hab ich das nicht weiter verfolgt.....


    Grüße Kai

    Moin,
    ich nehme lieber die noch feiner verzahnten (10 Zähne pro Zoll).
    Gibts bei Wittmann oder Beloh (die haben auch tolle Magnete für Anlötteile!!!!) auch noch günstiger als im genannten Shop.
    Ich nehme die immer eher ein bisschen untermaßig, weil die z.T. tüchtig eiern. Außerdem kann man besser korrigieren, wenn man mal nicht ganz die Mitte getroffen hat.
    Grüße Kai

    Hallo Rob,
    frag bitte nicht. Zu teuer, weil es ein Missverständnis bei der Bestellung gab.
    Ich hatte einmal 2 Satz Platten und einmal einen Satz (ges. 3 Teile) angefragt und bekam einen Stückpreis genannt.
    Da war ich von einem Preis für nen Satz (für eine Lehre) ausgegangen. War nicht so und ich hab dann für die 2 komplizierten Teile und das eine simple das 2,5 fache bezahlt.
    Heute würde ich zu ner Lehrwerkstatt um die Ecke oder ner Behindertenwerkstatt gehen und da fragen. Das dürfte günstiger werden. Oder gleich selbst fräsen.
    Gucken was es an Aluplatten bei ebay o-ä. gibt und danach dann konstruieren.
    Grüße Kai

    So,
    schönen guten Tag zusammen.
    Nun hab ich mir hier nach längerer Mitleserei auch mal angemeldet und leiste nun meinen ersten Beitrag.


    Auch ich habe mir 2 Rahmenlehren und kleinere Hilfsmittel aus aluprofilen gebaut.
    Die erste Rahmenlehre aus Teilen vom Schrott (weil günstig), da sind rund 75 Rahmen drauf entstanden.


    Nach den Erfahrungen damit habe ich eine neue Lehre gebaut, die nun im Einsatz ist.
    Dabei habe ich auf 2 Grundplatten zurückgegriffen die ich mir bei Haba habe fertigen lassen und Profilen von Maschinenbau Kitz.
    Mit dem 50mm Raster lässt es sich recht schön rechnen, daher nehme ich das lieber als das 45er diverser anderer Anbieter.


    Was ich anders im Gegensatz zu vielen anderen Lehrenbauern gemacht habe ist, dass ich die Tretlagerabsenkung direkt an der Lageraufnahme einstelle und sich Achse hinten und vorn fest auf einer Höhe befinden.
    Das finde ich für mich komfortabler als, wenn man vorn und hinten jeweils dafür sorgen muss, dass die Tretlagerhöhe schlussendlich stimmt.
    In meiner Lehre wird grundsätzlich nur getackt. Ich schweisse auf nem Tisch fertig und in einem Montageständer wird gelötet.
    Verzüge bekommt man eh rein, wenn man nicht in entsprechenden Abschnitten fügt, sodass sich die Verzüge nach Möglichkeit gegenseitig kompensieren. Wenn man mit fixierten Rohren fertig fügt hat man allerdings unter Umständen das Problem unnötig hohe Spannungen im sich abkühlenden (und noch nicht voll belastbaren) Rohrverbund zu erzeugen, was nicht zwangsläufig gut sein muss.
    Davon abgesehen macht man sich das Löten und Schweissen nicht gerade einfacher, wenn man in einer Lehre arbeitet.


    Was die Präzision angeht, so ist insbesondere der Hinterbau wichtig. Fehler hier lassen sich besonders bei der Verwendung von vertikalten Ausfallenden schwer ausbügeln, und wenn dann noch eine Scheibenbremse im Spiel ist, ist großartige Feilerei im Ausfallende auch wenig sinnvoll.


    Ich guck mal, dass ich noch ein paar Bilder von der Lehre finde.


    Grüße Kai