Where the wild lilies grow....Eine Selbstbaumuffe entsteht

  • Vorbereitungen für den fastback-Sitzstrebenanschluss:
    Ich werdee mit Silber löten und will daher so viel Fläche wie möglich angeschliessen. Also hab ich mir mal ne Klemmung für die Fräse gebastelt, welche 2 Wellen im Winkel der Sitzstreben aufnimmt und dann diese Teile gedreht und gefräst.



    Die Kettenstreben sind bisher nur grob eingepasst und eben drangehalten ((Feinarbeit kommt noch, die hängen grad nur lose dran und sind deswegen leicht nach links verrutscht).




    Jetzt heißt es alles nochmal vermessen und dann können die Sitzstreben die Tage dran....


  • Sowohl als auch… :mrgreen:
    Ich hab 2.0er Stahlstifte (Nägel) hier, aber da unter der Werkbank auch nen Eimer alte 2.0er und 2.3er Edelstahl-Speichen liegen, hab ich grad genommen, was mir in die Hände fiel.
    Wenn das Loch mal etwas Spiel hatte, hab ich konisch geschliffene 2.3er Speichen reingedrückt.
    Ich hab zunächst im Schraubstock das Loch in der Muffe gebohrt. Dann erst alles mit Rohr in der Lehre ausgerichtet und halt nur noch eben das Rohr durchgebohrt.

  • Die letzten Abende und Nächte wurde ich vom nahenden Licht am Ende des Tunnels getrieben. Ich habe die Sitzstreben eingelötet und dabei am Fastback versucht, möglichst viel Silber „abzulegen“. So ein mini-fillet ist mit Silber schon echt schwer.
    Am Ende gefällt es mir aber ganz gut.






    Dann hab ich die Bremsstrebe angepasst. 100 mal auf die Fräse, nen Hauch runter genommen, rechts und links gemessen, probiert, nur nicht zu hoch rutschen und dann wieder auf die Fräse usw. .;, Das Endergebnis find ich echt schön. :mrgreen:



    So, morgen fahr ich mal zum örtlichen Fahrradladen, Tretlagergewinde nachschneiden, Tretlageroberflächen planreiben, Lagersitze im Steuerkopf reiben und Steuerkopfstirnflächen planen.


    Dann noch den Vorbau löten und bald kann ich ne Jungfernfahrt wagen….

  • Die Fahrt war im Grunde fast schon unspektakulär. Keine Probleme und keine Schwierigkeiten. Es ist sehr agil und wendig, aber nicht nervös. Reagiert auf kleinste Körper-Bewegungen und ich kann in jeder Neigung und Geschwindigkeit die Hände vom Lenker nehmen. Dass kenne ich in dem Maße von meinen anderen Rädern nicht. Bin sehr zufrieden. :mrgreen:

  • Danke.


    Gestern nochmal fleißig gefahren und 2 Erkenntnisse gewonnen:


    1. Rahmen läuft auch auf schnellen Abfahrten unglaublich stabil und vermittelt ein sicheres Gefühl. Gestern Schußfahrt mit 2 kernigen 120° Kehren gehabt, nach GPS knappe 55km/h und da wackelt, zappelt oder verwindet sich nix (außer meine Beine, bei meiner starren 2.7er Übersetzung ist das ne Trittfrequenz von knapp über 150...da geht´s sichs bei mir langsam aus )


    2. Weiße Anbauteile sind nix für mich. Lenkerband und Sattel sind bereits nach 200km alles andere als weiß.
    Außerdem kann ich mich grad an dem raw-look gar nicht sattsehen. (Die Kiste steht im Flur, wenn ich sie grad nicht fahre...ich muss es mir immer mal wieder angucken... )


    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Der Bock wird nicht lackiert, sondern wird die Tage matt vernickelt. So ! :mrgreen:
    (Evtl. setze ich die Muffen schwarz ab, Sattel und Lenkerband kommen auch in schwarz.)

  • Hi Michael,


    mensch schick siehts aus!! Echt fein.
    Wo hast du es vernickeln lassen? Was kam da kostentechnisch auf dich zu grob? Gibts da was was man speziell beachten muss in der Vorarbeit? An einigen Stellen sieht man, dass es wenig verzeihend ist, man hat also beim schleifen mal wieder schön viel Aufwand Kann man dabei Stellen abkleben (bspw. Gewinde) oder muss man alle Lager, Gewinde... zwangsweise nachbearbeiten (wobei es ne recht geringe Schichtdicke zu haben scheint). Sieht echt gut aus. Sowas schwebte mir auch noch im Kopf rum, schön schlicht.


    Also echt schick geworden!


    Grüße
    Martin

  • Danke.


    Hab es bei der Firma Dörre Galvanotechnik vernickeln lassen. Kosten für Rahmen, Gabel und Vorbau um 150 Euro. Schichtdicke ca 15um. Ich musste keine Gewinde nacharbeiten. Man kann glaube ich nur Bereiche von dem Prozess ausschließen, in dem man diese Bereiche nicht ins Bad taucht. Da müsste man dann am besten mit dem entsprechenden Galvanikbetrieb sprechen.


    Nickel und Chrom lassen Unebenheiten in der Oberfläche noch deutlicher hervortreten. Ich habe extra grob geschliffen, weil ich das nach dem vernickeln noch sehen wollte. Will man es glänzend haben, kommt richtig Freude auf. Schleifen bis 1500er-2000er Körnung und alles auf Hochglanz polieren. Bei Glanz-Nickel oder Glanzchrom sieht man hinterher jedes kleinste Kratzerchen so deutlich wie den grand canyon auf der Oberfläche.

  • Mit Sand strahlen darf man ja nicht mehr (gesetzlich), aber Glasperl-/ Glasmehlstrahlen oder Kirschkerne als Strahlgut sind für ein feines und recht glattes Strahlbild gut. Mit klassischem Strahlmittel (also das, was ähnlich wie Split aussieht) sehen Rahmen sehr nach Orangenhaut aus. (Hab nen alten Hercules Renner, der ist voll unterchromt und da sieht man sehr stark das kraterähnliche Strahlbild drunter.)


    Nen ebenmäßiges Strahlbild wollte ich aber nicht. Ich wollte bewusst ne "raw" Optik und habe deswegen nur mit 80er und 120er geschliffen, damit man das noch sieht. Deswegen ja auch ohne Glanzanteil vernickelt.


    (1000er bis 2000er Schliff braucht es nur, wenn man ne Hochglanzoberfläche will und vor dem Verchromen halt polieren muss)