Headbadge

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      Inspiriert von Preiss' Headbadge hab ich mich nun auch dran gewagt.
      Allerdings mit Dremel bewaffnet.

      Im Direkt-Toner Verfahren habe ich das Motiv seitenverkehrt auf ein Stück Katalogseite gedruckt. Diese vorher auf ein DINA4 Blatt geklebt und mit Option "dickes Papier" gedruckt:



      dann auf ein Stück 1.5mm Messingblech gebügelt. Wohl nicht lang genug. Ist nicht alles 100%ig drauf:



      Mit Dremel3000 und Dremel Gravierer bearbeitet:





      Mit Balistol Nerofor brüniert und mit 600 Schleifpapier abgeschliffen, dass an den obersten Stellen das Messing wieder raus kommt:


      Und um 40mm Rundholz gebogen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „dan-ger“ ()

      Hi

      das Ergebnis gefällt. Der Weg dorthin (Dremel) ist allerdings recht aufwändig, dafür ists ein Unikat in quasi Handarbeit (mal vom Dremelmotor abgesehen).
      Vielleicht noch ne Idee dazu: Ich hatte bei meiner "License plate" das ganze per elektrischem Ätzen gemacht. (Youtube, tausende von schlechten Beispielen unter dem Suchbegriff "electrical etching"). Braucht nur ne Spannungsversorgung (12V Computernetzteil in meinem Fall) und Salzwasser. Funktioniert auch mit CrMo/Edelstahl super.
      Die Tonertransfervariante ist fürs Auftragen der Maske super einfach, dafür ist das Ätzen mit Chemie ziemlich nervig wenn man diese nicht im Haus hat/entsorgen möchte. "Mein" Variante hingegen ist vom Ätzen her super einfach und Chemiefrei, hier ist eher das Problem das Auftragen der Maske. Das Beispielbild entstand ganz banal mit Nagellack, experimentiert habe ich auch schon mit Panzertape u.ä.. Fürs nächste mal suche ich einen Anbieter (Werbeindustrie oder so) die mir selbstklebende Folien plotten können, sodass die Maske in die Folie geplottet wird. Dann nur noch aufkleben, Ätzen, abziehen, auslegen, fertig.
      Hier ein Bild, der untere Teil (MS) ist geätzt:


      Grüße
      Martin
      Das sieht ja cool aus.
      Das mit dem Tonertransfer ist so eine Sache, es hängt ein bisschen vom Drucker und dem verwendeten Toner ab. Brother Drucker mit original Kassetten haben bei mir gar nicht funktioniert. Der Toner von einem Sharp Kopierer ließ sich wunderbar "umbügeln".
      Das ätzen im Salzwasser probiere ich auch mal. Ich habe zwar einen Schneideplotter, allerdings wird der mit so kleinen Zahlen wie auf deinem Schild nicht fertig. Hast du ein empfehlenswertes Video das deine Vorgehensweise zum Ätzen gut beschreibt?
      Hi,

      oh nee, die Zahlen sind klassisch reingeschlagen mit Schlagzahlen. Daher auch krumm und schief, nächstes mal mach ich sie bewusst schief das sieht besser aus :) Geätzt ist nur das MS unten.
      Ein explizites Video wüsst ich jetzt nicht, youtube "electrical etching" spuckt einiges aus. Meist auf Messer bezogen, aber kann man ja auch hier anwenden. youtube.com/watch?v=79r7iX1Qm1M zum Beispiel.
      Mein vorgehen war:
      - Kochsalz in Wasser schütten (einfache Salzlösung herstellen, Menge ist ziemlich egal, wenn zu viel liegts halt am Boden des Behältnisses) und in einem Schälchen parat haben
      - Metallfläche abkleben/maskieren
      - Netzteil (ausreichend dimensioniert, Computernetzteil 12V mit >10A reicht dicke)
      - Plus ans Werkstück
      - Minus an das was du in der Hand hast (feuchtes (Salzwasser) Ohrenstäbchen (Qtip), Stück Metall)...
      - Salzwasser aufs Werkstück (drumherum einen Damm bilden mit Knete o.ä., ich hab Panzertape geklebt und hochgeklappt)
      - Mit dem was du in der Hand has (QTip, Metallstück) im Salzwasser über der zu ätztenden Stelle schweben, es brutzelt und ätzt. Dauert nen bisschen.
      -- Den Qtip öfters mal im Salzwasserschälchen "reinigen", wenn er komplett schwarz ist nen neuen nehmen.
      -- Mit nem Stück Metall gehts effektiver, aber Achtung, hier wirklich nur schweben! Sobald man das Metall berührt gibts logischerweise nen Kurzschluss den nicht jedes Netzteil verträgt :)
      - Solange drübergehen bis die gewünschte Tiefe erreicht ist. Fertig.

      Hier mal noch drei Bilder von meinen Übungsversuchen am Schrottmesser:




      Wie man sieht ist sauberes Abkleben das A und O. Die Kästchen bspw. sind mit dem Cuttermesser einfach ins Malerkrepp geschnitten, das unterläuft die Maskierung. Das MS ist auch auf dem Übungsmesser mit Nagellack, solange er noch nicht fest ist kann man da gut reinmalen (Zahnstocher o.ä.).

      So, das ist natürlich nur die Bastellösung... Professioneller würde man bspw. das komplette Werkstück elektrisch nicht leitend abdecken (bis auf die Maskierung), Plus ans Werkstück, und das dann in ein großes Gefäß mit Salzwasser legen und eine Kathode ins Wasser hängen. Galvanik... Das Metall was aufgebracht werden soll wandert von Plus zu Minus. Wir wollen Edelstahl vom Werkstück an der Kathode aufbringen, was ihn am Werkstück unweigerlich abträgt.

      Aber wie gesagt, Hauptproblem ist die Maske. Da experimentiere ich im Sommer oder so mal mit verschiedenen Klebefolien rum. Der erste Copyshop hat bezüglich Plottens von kleinen Details aber schon abgewunken... Das kriegen die Schleppmesser nicht hin. Vielleicht probier ichs mal mit Lasern.

      Grüße
      Martin

      P.S. im Video tupft er mit Papier oder so. Ich habe bessere Ergebnisse erzielt mit der oben beschriebenen Variante, also reichlich Salzwasser auf dem Werkstück und den Strom ins Wasser bekommen.
      P.P.S. Vielleicht noch kurzer Sicherheitshinweis. Die entstehenden Dämpfe sind nicht ganz ohne. Bei der simplen Bastelaktion mit QTip würd ich mal zum nicht einatmen raten, gut Lüften. Bei größeren Experimenten bitte bedenken dass je nach Metall - Flüssigkeitskombination gefährliche Gase entstehen können. Bei der Reaktion wird Wasserstoff (Knallgas...) freigesetzt. Wenn man so wie erwähnt Kochsalz ins Wasser schüttet (damit es leitfähiger wird) kann statt Wasserstoff auch Chlorgas bei rumkommen. Alternative zur Kochsalzlösung wäre Natronlauge. Bei Verwendung von Edelstahl können Chromverbindungen entstehen die auch nicht so gesund sind. Also im freien machen oder sehr gut lüften. Atemschutz, Augenschutz und Hautkontakt vermeiden. So, das sollte hoffentlich alles abdecken

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „schmidtjr“ ()