geschobene Schwingengabel

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      geschobene Schwingengabel

      Hallo nachdem ich neu hier bin und die Seite gerade erst entdeckt habe möchte ich mich kurz vorstellen:

      Mein Name ist Jan und ich baue derzeit gerade eine geschobene Schwingengabel bzw. den Prototyp dieser.

      Diese Gabe würde ich gerne vorstellen und habe natürlich die ein oder andere Frage.

      Warum Schwingengabel:
      - besseres Ansprechverhalten als Telegabel
      - relativ leicht selber zu bauen
      - bei richtiger Auswahl des Drehpunktes kein Bremsnicken

      Was spricht dagegen:
      - Bauartbedingt ziemlich schwer
      - "besondere" Optik (Siehe auch BMW R 69, Simson Schwalbe, Ural Gespanne etc.)
      - Seitensteifigkeit relativ gering (Bauartbdingt)

      Toll wäre, eine Einarmschwinge (man spart u.a. einen Dämpfer) zu bauen. Leider ist es schwierig
      entsprechende Naben u. auch ein vernünftiges Lastkollektiv für eine Gabel zu bekommen.
      Schließlich sollen die Zähne ja drin bleiben.

      Mein Klotz ist ausschließlich aus S235 u. DC 5 blech gebaut u. hat die billigsten RST Stahldämpfer.
      Gewicht derzeit 4,3 kg! Wig geschweißt. Derzeit warte ich auf die passenden weichen federn (anstatt 850 lbs/inch ca. 100 lbs/inch). Das ganze sieht etwas besonders aus, da ich im 28" Rahmen vorne jetzt ein 26" Rad habe wg. der Bauhöhe der Gabel mit 90 mm Federweg. Die Gabel besteht im Grund aus 2 Abgeänderten 26" Starrgabeln mit Stegblechen, Lagerböcken, Igus Gleitlagern.
      Um herauszufinden wo der Drehpunkt der Gabel liegen muss um ein "Anti Dive" System zu bekommen habe ich vorher den Schwerpunkt von Rad mit Fahrer vermessen.

      Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Auslegung und dem Bau derartiger Gabeln?
      Die "Berechnung" erfolgte bislang ziemlich primitive mit Bleistift u. Taschenrechner auf der Basis von ziemlich
      einfachen Belastungszenarien.
      Kann mir jemand sagen wo ich 1 oder 1,5 mm Blech aus Feinkornbaustählen oder Mikrolegierten Bautstählen
      oder aus 25 CroMo4 herbekommen kann?

      Danke

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „janjan210“ ()

      Hallo.
      Interessantes Project. Unanbhängig von den Vor- und Nachteile solcher Konstruktionen, fand ich die Schwingengabeln immer faszinierend bei den alten Motorrädern. Kann also durchaus nachvollziehen, warum sowas ausprobiert.


      CrMo Bleche in 0.6 - 1.0 - 1.25 und 1.5mm bekommst du bei Aircraftspruce.
      aircraftspruce.eu/metals---plastics/steel/4130-sheet.html

      Natürlich ist das im Vergleich zu Großabnahmen recht teuer. Für den Hobbybastler ist das imho aber toll, dass man da auch kleine Formate bekommt
      Braucht ja kein Mensch gleich ne ganze Feinblechtafel.

      Gruß, Michael

      janjan210 schrieb:



      Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Auslegung und dem Bau derartiger Gabeln?
      Die "Berechnung" erfolgte bislang ziemlich primitive mit Bleistift u. Taschenrechner auf der Basis von ziemlich
      einfachen Belastungszenarien.


      Schau mal auf reiseradgabel.de
      Ich habe mir dieses Konstrukt schon mal selber angesehen, bin es aber noch nicht gefahren. Der Alex ist ein wenig 'kauzig' bei mir rübergekommen, aber vllt lässt er sich ja mal in ein Gespräch verwickeln...

      Gruß Philipp
      Hallo,

      Danke für die Infos!
      Rein von der Funktion ist die "Reiseradgabel" technisch schlechter, dafür einfacher und leichter.
      Der Gummi hat nur sehr geringe Dämpfung.
      Habe heute die endlich die passenden Federn bekommen. Jetzt reagiert die Gabel sogar auf Kopfsteinpflaster.

      Bei einer Vollbremsung taucht die Gabel max. 4 mm ein. Anti Dive funktioniert also.
      Ansonsten stehen jetzt Belastungstests (statisch) an. Maximal gemessene Kräfte im Betrieb waren
      bisher ca. 1800 N (Schlagloch, in Z Richtung) bzw. 600 N in X Richtung bei einer Vollbremsung.