Dirty Diana - Disc Crosser

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      Hallo,

      6x0,5 würde ich für Innenverlegung weniger empfehlen. Rechnerisch bleiben zwar die nötigen 5 mm für die Außenhülle des Zuges aber in den Biegungen wird es dann schon seeehr eng. Probier mal, ob Du den Zug mit Hülle durchgeschoben bekommst. Ich verwende immer 7x0,5 mm und selbst da wird es manchmal eng.

      Grüße Ulrich
      Hallo Ulrich.
      Die 6x0.5 sind ja wie oben beschrieben explizit nur für die Schaltzugführung im Unterrohr. Die Jagwire und die Deore Züge, die ich hier habe, haben 4mm. Die schlabbern in den Rohren, natürlich alles probiert. Ein 5mm Schalt- oder Bremszug geht natürlich nicht durch. Deswegen hab ich die Bremszugführung im Oberrohr ja anders gelöst. Bremzüge führe ich sonst auch mit 7x0.5.

      Hi Christian:
      Danke. :mrgreen:
      Die Verstärkungsplättchen habe ich durch das zuvor in 1mm Untermaß erstellte Loch der Zugführung von aussen gelötet (d.h. Rohr hatte ein 5mm Loch, Plättchen noch kein Loch). Dank Silber war das sehr gut von der Mitte aus unter dem ganzen Plättchen durchzuziehen, man sieht ja auch schön den feinen Silberrand beim Blick in das Rohr.

      Gruß, Michael
      Moin Moin,

      gute Arbeit! Ich nehme auch Röhrchen mit 7mm Durchmesser, 6 ist nur für 4mm Schalthüllen OK.

      Wenn zwei Röhrchen in einem Rohr verlegt sind, mache ich als Abschlußtest immer, das Rohr an einem Ende zu greifen und in die andere Hand zu schlagen. Mehrmals machen und dabei drehen, so daß die Röhrchen wirklich in alle Richtungen schwingen. Wenn sie dann nicht zusammenschlagen, wird es beim Fahren auch nicht passieren. 3mm Abstand sind zum mindesten in der Mitte der Röhrchen recht wenig.

      Viele Grüße,

      Georg

       
      Halle Goerg.
      Danke fürs feedback.
      Wie gesagt, es ist für 4mm Schaltzüge. Die Bremse führe ich ja im Oberrohr mit den Endanschläge und 4x0.5mm Verbindungsrohr+3mm Innenliner. Sieht man oben auf den Bildern.

      Schwingtest genauso gemacht. Es vibriert im Rohr, klappert aber nicht.
      Gruß, Michael
      Hallo Georg.
      Danke für den Hinweis zum Unterschied 4/5mm Schaltzughüllen. Das war mir nicht bekannt.

      Das wird mein erstes Rad mit Schaltung und ich habe keine Erfahrung mit den Hüllen.
      Ich hatte im Vorfeld Google bemüht, es brachte mir aber keine Erkenntnisse, ob 4 oder 5mm zu bevorzugen wären.
      Ich fand aber viele Stimmen die sagten, mit den Shimano SIS-SP41 mache man erstmal nix verkehrt. Also hab ich zum testen mal Jagwire und besagte SP41 bestellt. Mal sehen....

      Gruß, Michael
      Patrick hat sowas. Ich habs einfach bei meinem üblichen Buntmetall Lieferanten bestellt.

      So, ich krümmel hier son bisken mit Grippe rum, also nicht so viel Fortschritt diese Woche.
      Hab angefangen den Rahmen abzuschweißen.

      Das Silberlot hat sich nicht verflüssigt / ist mir zum Glück nicht in die Nähte gezogen. Hab schnell geschweißt und mal schön abkühlen lassen zwischendurch.

      Steuerkopf:


      Monostay / Sitzrohr / Oberrohr


      Die "purging-heatsinks" verrichten ihren Dienst sehr gut.
      Kein Oxidation, nur wenig Verfärbung im Steuerrohr:


      Und das Fräsen des Lagersitzes war ein Fest. Ich konnte keinen Verzug feststellen, der Fräser nimmt rundherum das gleiche Maß ab. Geht da durch, wie durch Butter dank nicht vorhandener Oxidation innen.


      (Ich seh grd, auf dem Bild sieht das ja aus, als würd die Stirnfläche arge Rattermaerken haben.....ist in echt nicht so wild, da Übertreibt die Makrofunktion)

      Gruß, Michael
      Hallo Michael,

      bis zum Silberlot sind ja nicht mal Anlauffarben, da kann man schon deutlich näher ran, bevor da was passiert, keine Angst. Hat doch scheinbar alles richtig gut geklappt!

      Zwei Sachen, die mir noch aufgefallen sind:

      Setzt man den Hinterbau deutlich unterhalb des Oberrohres an, addieren sich die Kräfte der Sitzstreben zusätzlch zu den Kräften der Sattelstütze bzw. beide erzeugen ein Moment in derselben Richtung. Das kann auf Dauer zu Rissen führen.

      Ich würde jede Bohrung vor dem weiteren Verarbeiten entgraten, auch innen. Am Steuerrohr wird nichts passieren, aber grundsätzlich können von nicht entgrateten Bohrungen eher Risse ausgehen.

      Viele Grüße,

      Georg
      Hallo Georg.
      Position Hinterbau / Schwerachsenversatz:
      Das ist mechanisch schlechter / höher beansprucht, ja, ohne Frage.
      Habe auch lange gehadert, bis ich es so gemacht habe, der Bedenken-tragende Ingenieur kommt da ganz schnell bei mir durch.
      Ich muss aber sagen, nachdem ich das jetzt bei den letzten 4 Rahmen so hoch angesetzt habe, dass sich alle 3 Achsen ohne Versatz schneiden, war das jetzt eine vorwiegend optische Entscheidung mit Inkaufnahme der eventuellen Nachteile.
      Ich finde es Optisch schön, wenn die gedachte Verlängerung der Monostay Oberkante die Oberkante Oberrohr erst in Vorderkante Sitzrohr trifft.


      Ich habe sehr tief und sehr schmatzend eng ausgerieben, die Sattelstütze wird mind. 15cm tief eintauchen. Ich gucke einfach mal, wie lange das so gut geht.

      Bohrung:
      Ja, erwischt. :roll:
      Von aussen werden die entgratet, von innen ziehe ich normalerweise Feile und Schleifpapier durch. Ist mir offensichtlich beim Steuerrohr entgangen, wird nachgeholt. Danke für den Hinweis.

      Gruß, Michael

      (P.S.: Technische Mechanik und Ermüdung/Kerbfälle etc. sind mir nicht ganz unbekannt. Mein täglich Brot ist die Berechnung von Großbrücken im Stahl- und Verbundbau, sowie die Restlebensdauerermittlung vieler der zur Zeit in den Medien auftauchenden schadensgefährdeten Brücken.)
      Danke Bastl.

      Direkt vorne sitzt mir der Schlitz/die Endbohrung zu nah an der WEZ.
      Hinten kommt er mir auf Grund der Spannungen nicht hin.

      Nach eigenem quick and dirty FEM (aussagekräftige Lastansätze sind schwer zu definieren/bestimmen, brauch ich dir nicht erzählen) und irgendeiner Studienarbeit ,die ich mal im Netz dazu gefunden habe, erzeugt schräg vorne r/l die geringsten Spannungsspitzen.
      (Für die Biegung aus der Sattelstütze säße er vorne gut, aber schräg seitlich raus aus der Hauptachse der Rohre ist für die globale Vergleichsspannung wegen der Hauptspannungen im Rahmen besser)

      Beide (r/l) brauchte ich nicht, das Maß ist sehr eng gerieben und die Klemme klemmt sofort, deswegen einseitig schräg.

      Mache ich bei allen meinen Rädern mit externer Sattelklemme so, also im Grund pure Gewohnheit.
      Die ich aber ändern würde, wenn es plausible Gründe gibt, die dagegen sprechen.

      Gruß, Michael
      Ich glaub ich muss das mit der Sattelstützenklemmung einmal selber durchrechnen ;)

      Ich mach sie nämlich immer ganz klassisch hinten. Weil ich mir denke, dass da eher Druckspannungen sind, die ja günstiger sind als Zugspannungen was Rissstart und Wachstum anbelangt. An der Vorderseite kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das besser ist. Da kommt das Oberrohr hin (Steifigkeitssprung!) und zusätzlich sind dort doch Zugspannungen!? Seitlich klingt irgendwie nicht so unklug, von wegen neutrale Faser...

      Mal schauen ob ich Zeit finde....

      LG Bast
      Hallo Bastl,

       

      meine Überlegungen zum Klemmschlitz gehen in die gleiche Richtung. Die von Michael genannte Studienarbeit wurde schon mal in einem anderen Forum erwähnt. Ich habe sie nicht gelesen - hatte es aber so verstanden, dass es bei der Arbeit mehr um die notwendigen Klemmräfte geht. Da sehe ich etwas Vorteile beim Schlitz vorne. Allerdings habe ich noch nie gehört, dass die üblichen Klemmschrauben nicht ausreichend Klemmkraft entwickeln würden.

       

      Grüße Ulrich
      Hi Bastl.

      Ja, mit den Druckspannungen, Risswachstum etc. hast du natürlich recht.

      Ich erinnere mich nur noch grob an meine wirklich recht schluderige FEM BErechnung. Ich meine aber, dass bei Wegfall des Schlitzes hinten die radiale "Zugbandwirkung" (großteild er H-Komponente aus Sattelstütze hängt sich nach schräg vorne/unten in Richtung Oberrohr) erheblich besser wurde.

      Wie auch immer, ich werds irgendwann sehen. Wenn in (hoffentlich erst) ein paar Jahren die ersten Risse an meinen Rahmen auftreten, werden sie vermutlich an 1000 anedren Stellen, als am Sattelklemm-Schlitz auftreten. Das iste igentlich die Stelle, die mir an meinem Gebrutzel die wenigsten Sorgen macht.

      Gruß, Michael

       

       
      Moin Moin,

      ich repariere ja eine ganze Menge ältere Rahmen. Und wenn man sich da die ansieht, die an dem Klemmschlitz reißen, liegt es meiner Erfahrung nach nicht an der Position, sondern an der Konstruktion, der Verarbeitung und der passenden oder besser nicht passenden Sattelstütze.

      Eine Bohrung am Ende des Schlitzes ist sowiso Pflicht, macht ja auch jeder.

      Die Schlitze machen eher Probleme, wenn in der Nähe geschweißt oder gelötet wurde. Ich gehe davon aus, daß dann Eigenspannungen im Material eine Rolle spielen. Also den Schlitz weit genug weg von solchen Stellen legen.

      Eine Materialverstärkung durch eine Muffe löst das Problem durch eine ausreichende Materialmenge. Soll es besonders leicht werden, ist eine separate Klemmschelle besser.

      Ich weiß ja nicht, wie versiert ihr in der FEM seit, aber ich gehe davon aus, daß das schon sehr speziell ist. Es sind ja nicht nur die Eigenspannungen durch Löten und Schweißen und die Spannungen durch die Klemmung selbst zu berücksichtigen, sondern auch die Interaktion mit der Sattelstütze und wenn vorhanden der separaten Klemmschelle, die in sich auch nicht unendlich steif sind. Eine Mehrkörper-FEM mit ziemlich spaßigen Randbedingungen ist also Pflicht. Für mich eine Nummer zu groß, aber mich würde die Lösung schon mal interessieren.

      Praktisch halte ich eine Berechnung aber für wenig zielführend, anders oder an anderer Stelle angelegte Sitzstreben ändern ja zum Beispiel alles kollossal. Dasselbe gilt für das Oberrohr. Da müßte man für alle möglichen Varianten schon ziemlich oft rechnen lassen...

      Viele Grüße,

      Georg
      Bin ich voll bei dir Georg.

      Bunte Farben im FEM kann man schnell erzeugen, ob die Aussage was taugt ist der Knackpunkt. Da ich auch eine zeitlang in der Forschung solche Modelle an Versuchsreihen kalibriert habe, bin ich mir sehr bewusst, dass FEM ein mächtiges Werkzeug sein kann, in einer Vielzahl der Fälle aber schlichtweg auf Grund der Art der Anwendung zu rein gar nix führt. (Lastaufbringung, Randbedingungen, strukturelle und geometrische Imperfektionen etc.)

      Deswegen schrieb ich "schluderige" FEM Berechnung. Eben das Zusammenspiel Vorspannkraft der Klemme, Klemmenausbildung selbst, gesamt Knotengeometrie und vieles mehr erfasst man nicht mal eben an einem Nachmittag in der Tiefe, als dass die Aussage was taugen würde. Und ich hatte ehrlich gesagt auch nicht den Nerv dazu.

      Deswegen habe ich das für damals abgehakt unter "so Kriegsentscheiden ist scheinbar weder die eine noch die andere Variante" und mache das bei externen Klemmschellen aus purer Gewohnheit so.  Also nach dem Motto, wie du es auch schreibst:
      <blockquote>liegt es meiner Erfahrung nach nicht an der Position, sondern an der Konstruktion, der Verarbeitung und der passenden oder besser nicht passenden Sattelstütze.</blockquote>
      Ich entgrate da möglichst penibel, reibe immer schmatzend eng (meine Kumpel fluchen immer, wenn sie mal eine meiner Sattelstützen verstellen müssen, ist halt keine Wurfpassung, wie sie das meist gewohnt sind) und mache mir über dieses Detail nicht weiter große Gedanken.

      Gruß, Michael